Grillkulturen der Welt

Grillen in Brasilien: Der Churrasco

Grillen in Brasilien: Der Churrasco

Sommer ist nicht nur Grillsaison, sondern auch Urlaubssaison. Warum also nicht beides kombinieren? In den kommenden Monaten nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die unterschiedlichsten Grillkulturen der Welt. Unser erstes Ziel: Brasilien. 

Die brasilianische Grilltechnik – Churrasco genannt – entwickelte sich ab dem 16. Jahrhundert in den Gaúcho-Regionen Südbrasiliens. Dort bereiteten Rinderhirten ihr Fleisch direkt am offenen Feuer zu. Dabei werden große Fleischstücke auf mächtige Spieße gesteckt und langsam um das Feuer gedreht. Das knusprig gegrillte Äußere wird dann Scheibe für Scheibe direkt am Tisch vom Spieß geschnitten. Das geht so lange, bis alle satt sind. Wie bei uns bedeutet Grillen in Brasilien, sich die Zeit zu nehmen und gemeinsam mit Familie und Freunden etwas Besonderes zu genießen. Der Churrasco ist fester Bestandteil der Kultur und aus der brasilianischen Küche nicht wegzudenken. 

Der Tafelspitz aus Südamerika

Das Herzstück des Churrasco ist das Picanha, das Schwanzstück vom Rind. Wichtig ist, dass die Fettschicht bewusst am Fleisch belassen wird, denn sie ist für den einzigartigen Geschmack verantwortlich. Beim Grillen schmilzt das Fett langsam ins Fleisch und sorgt so für ein unverwechselbares Aroma. 

Hierzulande bezeichnen wir das Picanha als „Tafelspitz”. Wir verwenden das gesamte Stück als Suppenfleisch, während ein Picanha hingegen nur aus dem oberen Spitz und dem Fettdeckel besteht. Besonders vorzüglich ist es Dry Aged, weil das Fleisch nach der 30-tägigen Lagerung noch geschmackvoller und aromatischer wird. 

Wer gerne ein echtes Dry Aged Picanha probieren möchte, bekommt es bei uns in der Fleischerei – einfach nachfragen!

Gut zu wissen

Der lautmalerische Name „Churrasco” beschreibt das Zischen von ins Feuer tropfendem Fett. 

Unsere nächste Reise führt uns nach Finnland, wo bei Schnee noch lieber gegrillt wird, als bei Sonnenschein.